Wie funktionieren virtuelle Teams?

Viele Unternehmen beschäftigen sich derzeit mit virtuellen Teams und work@home. Und immer höre ich eine Frage: Wie kontrolliere ich, ob die Mitarbeiter zu Hause auch arbeiten? Meine Antwort ist: Man sollte Arbeitsergebnisse prüfen, aber nicht die Menschen.
In Holland gibt es ein beeindruckendes Unternehmen namens Buurtzorg. Entstanden vor 10 Jahren, arbeiten dort mittlerweile 10.000 häusliche Pflegekräfte – und das mit einer Verwaltung von nur 50 Mitarbeitern.

Als Arbeitgeber des Jahres hat es Buurtzorg geschafft, in einem hart umkämpften Arbeitsmarkt für Pflegekräfte enormem Zulauf von Bewerbern zu erhalten.
Was ist die Superkraft von Buurtzorg? Selbstorganisierende Teams und ein Minimum an Bürokratie! Kleine Gruppen von ca. 10 Pflegekräften organisieren sich selbst und entscheiden eigenständig, wie der Plan aussieht und wie dem Patienten am besten geholfen werden kann – und dies verteilt im ganzen Land und weit weg von der Zentrale.

Gewiss, das ist das Idealbild, aber große, verteilte Organisation kontrollieren zu wollen, setzt eine überbordende Bürokratie voraus. Das Geheimnis erfolgreicher virtueller Organisationen ist, einen Zusammenhalt in den Teams zu erzeugen. So entsteht das berühmte „Commitment“. Dies setzt – neben der Technologie, viel Kommunikation und Vertrauen voraus.
Wenn dieser Zusammenhalt gelingt, ist er ein echter Erfolgsfaktor: Zu Gunsten der Mitarbeiter, aber auch zu Gunsten der Kunden.